Dienstag, 19. Februar 2019

So geht es bei Chanel weiter

Im Anschluss an die traurige Nachricht von Karl Lagerfelds Tod hat Chanel vorübergehend seine engste Mitarbeiterin mit der kreativen Arbeit betraut.

Die Nachricht vom Tod Karl Lagerfelds berührt die (Mode-)Welt. Der deutsche Designer prägte in seiner außergewöhnlich langen Schaffenszeit – alleine 35 Jahre bei Chanel – die Mode wie wenige andere und ist bereits zu Lebzeiten in die Modegeschichte eingegangen. Seit Name wird (auch) in Zukunft in einem Atemzug mit Legenden wie Coco Chanel, Yves Saint Laurent oder Christian Dior fallen. Der in Hamburg geborene Designer hinterlässt ein großes Erbe.

Dieses Erbe anzutreten wird nicht leicht. Schon seit Jahren gibt es Spekulationen, wer bei Chanel (und natürlich Fendi) auf Lagerfeld folgen wird bzw. kann.

Eine Person, die neben zahlreichen externen KandidatInnen immer wieder als mögliche Nachfolgerin von Karl Lagerfeld vermutet wurde, ist Virginie Viard, die Leiterin des Chanel Fashion Creation Studios (auf dem Aufmacherbild zu sehen an der Seite Lagerfelds am Ende der Chanel-Show für Frühjahr/Sommer 2019). Sie bekam von Chanel nun auch die vorübergehende Verantwortung für die Kollektionen übertragen.

"Virginie Viard, Leiterin des Fashion Creation Studios von Chanel und seit mehr als 30 Jahren engste Mitarbeiterin von Karl Lagerfeld, wird von Alain Wertheimer [CEO von Chanel] mit der kreativen Arbeit für die Kollektionen betraut, damit das Erbe von Gabrielle Chanel und Karl Lagerfeld weiterleben kann", heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Modehauses zum Tod Karl Lagerfelds.
Quelle Vogue

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Karl Lagerfeld ist tot – Nachruf auf den größten Mode-Revolutionär unserer Zeit

In den vergangenen Monaten hatten sich die Sorgen um Karl Lagerfeld gemehrt. Jetzt wurde bekannt: Der Modeschöpfer ist in Paris an den Folgen einer Krankheit verstorben.

Er war der berühmteste und am meisten verehrte Designer der Modewelt, mit einer Karriere, die sich über 7 Jahrzehnte erstreckte: Karl Lagerfeld ist tot, wie von Chanel offiziell bestätigt wurde. Zum genauen Todeszeitpunkt und den Umständen ist noch nichts bekannt.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Sorgen um die Gesundheit von Karl Lagerfeld gemehrt, bei der jüngsten Haute-Couture-Präsentation von Chanel war er am Ende der Show zum ersten Mal nicht auf dem Laufsteg erschienen, um sich seinen Applaus abzuholen. In einem Statement hieß es damals: "Mr. Karl Lagerfeld, Artistic Director von Chanel, fühlte sich müde und bat deshalb Virginie Viard, die Direktorin unseres Ateliers, ihn zu vertreten." Trotz allem kam die traurige Nachricht heute, am 19. Februar 2019, überraschend. Französische Medien geben das Alter, in dem er verstarb, mit 85 Jahren an.

Durchgehend brillant und immer für ein Zitat gut revolutionierte der deutsche Designer nicht nur einige der bedeutendsten Modehäuser der Branche, sondern lenkte auch die Mode als solche in eine neue Richtung. Seine visionäre Kraft dehnte die Reichweite der Mode immens aus – von der Promikultur bis zur Kunst, und er verhalf einer einst für ihre Verstaubtheit und Akribie bekannten Branche zu neuem Mut, Jugend und Wagemut.

Trotz des kulturellen Wirbels, der ihn umgab, blieb Lagerfeld auffällig unverändert. Der steife weiße Kragen, die Lederhandschuhe, die Sonnenbrille und der Pferdeschwanz waren Teil einer Persönlichkeit, die weit über die Marken, die sie repräsentierte, hinausreichte.

1933 als Sohn einer wohlhabenden Familie in Hamburg geboren, zog Lagerfeld im Alter von 14 Jahren nach Paris, wo er seine Schulausbildung am Lycée Montaigne abschloss und wo er zeichnen und skizzieren lernte. Er war schon früh erfolgreich und gewann 1954 den “International Woolmark Prize” in der Kategorie “Mantel”. (Der damals 19-jährige Yves Saint Laurent gewann in der Kategorie Cocktailkleid, und die beiden freundeten sich an.) Lagerfeld wurde sofort als Junior-Assistent und in der Folge als Auszubildender beim Haute-Couture-Modehaus Balmain eingestellt. Ab 1958 folgte eine Anstellung als Designer bei Jean Patou.

Als er Patou 1963 verließ, kehrte er auch der Haute Couture den Rücken zu, offensichtlich hatte er genug davon, formelle Kleidung für reiche Leute zu entwerfen. Die Entscheidung, als freiberuflicher Konfektions-Designer zu arbeiten, wurde zu jener Zeit als gewagt, wenn nicht gar töricht betrachtet. Der Designer Fernando Sánchez, der damals mit ihm befreundet war, sagte, dass Lagerfeld verstanden habe, dass sich die Modelandschaft veränderte: “Er hat den Geist seiner Zeit vollkommen verstanden”, sagte Sánchez in einem Interview mit Alicia Drake, der Autorin der Doppel-Biographie von Lagerfeld und Yves Saint Laurent “The Beautiful Fall”. “Er wusste, dass er sein eigenes Ding machen und nicht in irgendeinem alten Haute-Couture-Haus bleiben wollte.”

1964 begann Lagerfeld bei Chloé zu arbeiten. Chloés Gründerin, Gaby Aghion, ermutigte ihn, seine formelle Haute-Couture-Ausbildung hinter sich zu lassen und eine freiere Herangehensweise ans Design zu finden. Bereits in den frühen 70er-Jahren hatte sich Chloé schließlich von einem Pariser Insider-Label zu einem großen, international anerkannten Modehaus entwickelt.

1965 kam Fendi, das römische Modehaus, zu Lagerfelds Kundenliste hinzu. In enger Zusammenarbeit mit den Fendi-Schwestern verhalf Lagerfeld, der italienischen Marke zu internationalem Ruhm mit einem Fokus auf Luxus-Pelzen. Und trotz seiner selbsterklärten kurzen Aufmerksamkeitsspanne, konnte seine 6 Jahrzehnte andauernde Anstellung bei Fendi bisher von keinem anderen Designer überboten werden. Seine Arbeit für dieses Modehaus blieb nicht ohne Kontroversen: Bei einer Show im Jahr 1993 steckte er die Porno-Darstellerin Moana Pozzi und Stripperinnen in Spitzen-Badebekleidung (woraufhin Anna Wintour den Saal verließ) und die Verwendung von Pelzen in seinen Kollektionen hat zu weitreichenden öffentlichen Kritiken von PETA und anderen geführt.

Im Jahr 1984 gründete der Designer sein nach ihm selber benanntes Konfektions-Label, das dann 2005 an die Tommy-Hilfiger-Gruppe verkauft wurde und derzeit im Besitz des Investment Fonds Apay Partners ist. Aber Lagerfeld schien sich immer dann am wohlsten zu fühlen, wenn er für andere Namen Designs entwickelte – vor allem für Coco Chanel.

Der damalige Vorsitzende von Chanel, Alain Wertheimer, fragte Lagerfeld 1982, ob er für dieses Modehaus arbeiten wollte. Die Ankündigung sorgte für Tuscheleien darüber, ob dieser deutsche Designer (“Styliste”) – eben kein Couturier – überhaupt in der Lage sei, sich dieses nationalen Wahrzeichens würdig zu erweisen. Lagerfeld hat über lange Strecken seiner Karriere die Haute Couture lautstark kritisiert und darauf bestanden, dass es sich dabei um ein Relikt aus den 50er-Jahren handelte, das “überhaupt nicht modern” sei. Aber seit seiner ersten Haute-Couture-Kollektion für Chanel im Januar 1983, ließ Lagerfeld seine Gegner verstummen. “Ohne den Geist von Chanel zu stören, schaffte er es, den Charakter der Kleider lebendig zu machen”, schrieb die “New York Times” über seine Haute-Couture-Debütkollektion.

Seine Genialität lag in der ehrfurchtslosen Manipulation des Oeuvres von Chanel. Lagerfeld machte aus den Bouclé- und Tweed-Stoffen, Perlen, vergoldeten Knöpfen, zweifarbigen Schuhen und ineinander verschränkten Cs Kult-Gegenstände für eine neue Generation. Er verkleinerte die Jacken, kürzte die Röcke und ließ die Accessoires mehr glitzern. Dadurch half er mit, ein mehrere Milliarden Euro schweres Luxus-Imperium aufzubauen – und schuf eine Vorlage für Designer wie Tom Ford, Nicolas Ghesquière und Marc Jacobs, die nach ihm schwächelnde Modehäuser zu neuem Leben erweckt haben.

“Tradition ist etwas, womit man sorgsam umgehen muss, weil es dich töten kann. Respekt war nie kreativ. Was ich gemacht habe, war gewissermaßen Chanel ein Update zu geben… es ist eine 'exercice de style'”, erzählte er 1984 der amerikanischen Vogue. Lagerfelds Beziehung zu den petites mains der Haute Couture, den hochqualifizierten Schneidern und Schneiderinnen, die mühevoll die Kleider lebendig werden lassen, unterschied ihn von anderen Designern. 2003 rief er Chanels “Métiers d’Art” ins Leben, eine jährliche Laufsteg-Schau mit dem Zweck, die außergewöhnliche Kunstfertigkeit geschichtsträchtiger französischer Ateliers wie Desrues und Lesage hervorzuheben.

Lagerfelds Modenschauen für Chanel spiegelten perfekt die Überzeugung des Designers wider, dass Mode nicht in einer Blase existieren kann. “Mode ist auch ein Versuch, bestimmte unsichtbare Aspekte der Realität eines Moments sichtbar zu machen”, schrieb er im Katalog zur Chanel-Schau im Metropolitan Museum of Art 2005. Von Anfang an zeigten die Chanel-Shows ein tiefes Verständnis der Macht von Image und Hype. Die Laufsteg-Sets wurden legendär. Lagerfeld schickte Models mit Hockeyschlägern und Surfboards mit Markenemblem auf den Laufsteg, und vor gar nicht allzu langer Zeit schoben sie Einkaufswagen durch einen Chanel-Supermarkt. “Lagerfelds Stärke ist, dass er ebensogut darin ist, einen Kontext herzustellen, wie er Mode entwerfen kann”, schrieb Joan Juliet Buck, seine Freundin und ehemalige Chefredakteurin von Vogue Paris, im Jahr 1979.

Sein Verlangen, das darzustellen, was in der Kultur vor sich ging, blieb nicht ohne provokative Momente. Zur Herbst/Winter-Kollektion 1991 präsentierte er eine Show mit dem Thema Rap und Hip-Hop, die als riskant und geschmacklos angesehen wurde. “Rapper sagen die Wahrheit, und das brauchen wir heutzutage”, sagte er mit einem Achselzucken in einem Interview nach der Show. In der jüngeren Vergangenheit ließ er in seiner Frühjahr/Sommer-Show 2015 Models mit Schildern über den Laufsteg stürmen, auf denen altbekannte feministische Slogans wie “History is Her Story” standen. Das brachte ihm die Kritik ein, sich politische Botschaften zu eigen zu machen, um Kleider zu verkaufen.

Die Fähigkeit, Erwartungen nicht zu erfüllen, ging weit über den Laufsteg hinaus. Im Jahr 2001 verlor er 42 Kilo, damit er, wie er sagte, schlank genug sei, um Anzüge von Dior Homme zu tragen. Sein Buch “Die 3D-Diät” wurde zu einem internationalen Bestseller.

Es ist schwierig, Lagerfeld, mit einem bestimmten Design-Ethos zu identifizieren; sein Geschmack ist beschrieben worden als etwas, das eine Brücke zwischen dem üppig Barocken und dem streng Modernen schlägt. “Ich gehöre nicht zu den Leuten, die das Gefühl haben, ihren Look gefunden zu haben, und diesen immer neu wiederholen wollen”, erklärte er der “New York Times” im Jahr 1979.

Vielleicht geht es bei Lagerfelds Vermächtnis weniger um das Gesamtwerk, das er hinterlässt, sondern mehr um die Richtung, in die er die Mode gelenkt hat – und um die schonungslose Neugier, mit der er das getan hat.

Sein Tod sorgt jetzt für ein Beben in der Modewelt. Der Modedesigner Wolfgang Joop sagte FAZ.NET am Dienstag: „Ich bin sehr getroffen von seinem Tod. Ich habe heute Morgen Tränen vergossen. Ich dachte wirklich, er kommt wieder auf die Beine. Auch wenn Freundschaften mit Karl nicht einfach waren, haben wir ja einmal sehr viel Zeit miteinander verbracht.“ Die Prêt-à-porter-Schauen, die in der kommenden Woche beginnen, sind ohne Karl Lagerfeld kaum vorstellbar.

Das Modehaus Chanel hat verkündet, wer in die Fußstapfen von Karl Lagerfeld treten wird und die Kollektionen der französischen Kult-Marke in Zukunft designen wird. Die Wahl fiel auf Virginie Viard, eine enge Mitarbeiterin des verstorbenen Lagerfelds. Chanel-Miteigentümer Alain Wertheimer habe "die engste Mitarbeiterin von Karl Lagerfeld seit 30 Jahren" mit dem Entwurf der künftigen Chanel-Mode betraut, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Dadurch solle das "Erbe" nicht nur von Firmengründerin Coco Chanel, sondern auch von der prägenden Figur, die Karl Lagerfeld war, lebendig bleiben.

R.I.P. Kaiser Karl.

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Donnerstag, 14. Februar 2019

Schauenplan der London Fashion Week

So, es geht nach London.^^

Unter folgendem Link findet ihr den Schauenplan.
https://londonfashionweek.co.uk/Schedule

Was die Trend der New York FW angeht, versuche ich den Post bis zum Sonntag zu machen.^^

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Montag, 4. Februar 2019

Zara hat ein neues Logo

Der Schriftzug der spanischen Modekette erscheint jetzt um einiges verspielter.


Damit hatte niemand gerechnet: Zara hat sein Logo geändert. Die spanische Modekette folgt somit einer Reihe von Luxuslabels, die in den vergangenen Monaten einen ähnlichen Schritt wagten. Darunter Balmain, Celine und Burberry. Der große Unterschied: Während diese Labels ihre Logos von "verspielten" Details befreiten, etwa von Serifen oder Akzenten, geht Zara den umgekehrten Weg und macht seinen minimalistischen Schriftzug um einiges verschnörkelter. Die vier Buchstaben sind nun näher zusammengerückt, berühren sich sogar, statt wie früher separat zu stehen.

Das Netz ist geteilter Meinung über die Veränderung. In einigen Kommentaren heißt es, das neue Logo lese sich wegen der nahestehenden Buchstaben eher wie Zaba als Zara. Andere wiederum ziehen einen Vergleich zwischen dem Zara-Logo und dem Schriftzug des Modemagazins "Harper's Bazaar". Das ist kein Zufall – schließlich steht hinter beiden Entwürfen die Design-Agentur Baron & Baron und damit Kreativdirektor Fabien Baron, der schon Kreativdirektor der italienischen Vogue, von Andy Warhols "Interview"-Magazin und eben "Harper's Bazaar" war. Es ist übrigens nicht die erste Veränderung des Zara-Logos seit der Gründung des Unternehmens 1975. Schon 2010 wurde der Schriftzug einmal angepasst, allerdings so geringfügig, dass es nicht weiter auffiel.

Deswegen verändern so viele Marken ihr Logo
Die Liste der Modemarken, die sich von ihren alten Logos verabschieden, wächst und wächst. Ein Zufall ist das nicht: In einer Zeit, in der ein Schriftzug vor allem auf Social Media einprägsam sein soll und im Zuge des Logomania-Revivals auch dann gut aussehen muss, wenn Kleidungsstücke und Accessoires all-over mit ihm bedruckt sind, ist das Design dessen in den Fokus gerückt.

Durch die bisherigen Veränderungen zog sich ein klares Muster: Die Schriften wurden simpler, plakativer. Burberry verabschiedete sich von dem kleinen Ritter, der bisher durch seinen geschwungenen Schriftzug geritten war, Celine strich den Akzent, Berluti und Balenciaga zogen ihre Buchstaben in die Breite und fetteten sie – eine Anpassung an die Ästhetik des Social-Media-Zeitalters, in dem alles auf den ersten Blick eindeutig und in your face sein muss, um durchzudringen.


Läutet Zara einen Trendwechsel ein?
Einerseits lassen die serifenlosen, moderneren Schriften mehr Raum für Experimente. Sie geben dem Betrachter nichts vor, machen also jeden (Stil-)Wechsel einer Marke mit. Auf der anderen Seite haben die Logo-Veränderungen auch einen Nachteil: Plötzlich sieht alles gleich aus. Berühmt wurde ein Vergleich, den "The Fashion Law" auf Instagram postete (Bild oben). Darauf ist zu sehen, wie sehr sich die Logos der Modelabels inzwischen ähneln. Die Historie einer Marke, das, wofür sie ursprünglich einmal stand, wird überhaupt nicht mehr ersichtlich. Zugunsten eines Social-Media-Einheitslooks sind die individuellen Eigenarten verschwunden.

Ist es von Zara also Absicht, dass sich die Marke ausgerechnet jetzt von ihrem alten Logo verabschiedet und das Gegenteil von dem tut, was die großen Luxushäuser vormachen? Ist das neue Logo ein erster Schritt dahin, sich als Marke mit eigenständiger Identität zu etablieren? Um das herauszufinden, muss man sich wohl noch in Geduld und aufmerksamer Beobachtung üben.
Quelle Vogue

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